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Anleitung für den Welpenkäufer
Aufzucht eines Westhighland White Terriers

Fütterung in den ersten Lebensmonaten bekommt der Hund noch viermal pro Tag sein Futter. Wir ernähren unser Hunde mit Royal Canin Trockenfutter. Futterreste sollten nie stehenbleiben. Konsequenz ist oberstes Gebot! Futterzusätze sind bei einem guten Fertigfutter nicht notwendig. Futterumstellungen müssen immer langsam erfolgen,sonst droht Durchfall. Ein Welpe kann ruhig soviel fressen bis er satt ist.
Mit ca. 5 Monaten verringert man allmählich die Anzahl der Mahlzeiten. Ein ausgewachsener Westie erhält bei uns 2x am Tag Futter, wobei die Hauptmahlzeit am Abend stattfindet. Für Zwischendurch sind viele Leckereien im Handel erhältlich und gehören zum glücklichen Westieleben. Aber im Maßen!
Wollen Sie Ihrem Liebling ab und an Abwechslung im Futternapf bieten, versuchen Sie es mit gekochtem Rindfleisch, Huhn, Geflügelherzen, Reis, Hüttenkäse oder Quark. Auch Apfelstücken oder Karotten mögen sie gern. Einmal pro Woche kann es ein Eigelb auf` das Futter geben        (Eiklar/Eiweiss) niemals roh verfüttern, nur gekocht ). Schweinefleisch und Knochen gehören nicht in den Futternapf.
Ein Westie soll niemals dünn wirken, allerdings ist Substanz nicht mit Fett zu verwechseln.
Eine ausgewachsene Hündin wiegt 7-9 kg, ein Rüde 8-10 kg.
Bewegung:
Ein Westie ist ein mittelgroßer Hund auf kurzen Beinen, d.h. die Beine müssen einiges an Gewicht tragen. Er sollte während des Wachstums möglichst keine Treppen steigen. Auch überlange Spaziergänge könnten ihn noch überfordern, da das Skelett noch weich ist. Auch Kinder sollten wissen, dass ein kleines Hundebaby noch viel Ruhe braucht.

Pflege:

Bevor Sie sich einen Westie anschaffen sollten Sie bedenken dass diese Rasse regelmäßig gebürstet und getrimmt werden muß damit sie ihr typisches Aussehen erhält. Bürsten sollten Sie täglich,getrimmt wird im Abstand von ca. 10 Wochen. Nur so erhält er das für Westies typische Aussehen. Baden sollten Sie Ihren Westie nur dann, wenn er stark verschmutzt ist oder unangenehm riecht. Dann ist ein speziell für Hunde entwickeltes, rückfettendes Shampoo empfehlenswert, da normale Shampoos entfettend wirken und den Säureschutzmantel der Haut angreifen kann. Badet man ein Tier zu oft, kann es zu Hautreizungen führen. Achten Sie beim Baden immer darauf, dass kein Wasser in Augen und Ohren gerät. Anschließend sollten Sie das Tier gründlich trocknen. Ein nasser Westie sollte, vor allem bei kaltem Wetter, nicht direkt ins Freie dürfen.
Regelmäßige Fellpflege befreit die Haut Ihres Westie von Schmutz und abgestorbenen Hautpartikeln. Lassen Sie Ihren Hund niemals verfilzen, es muss immer genug Luft an die Haut kommen. Unter verfilzten Haaren fühlen sich Parasiten pudelwohl. Also immer gründlich bürsten!
Gewöhnen Sie schon Ihren Welpen daran, sich beim Bürsten auf den Rücken zu legen, das macht das Auskämmen des Bauches und der Behänge sehr viel einfacher. Lassen Sie sich nicht durch anfängliches Zappeln oder Wehgeschrei verunsichern, viele Westies sind hervorragende Schauspieler!
Seien Sie konsequent- sonst haben Sie verloren! 

Das Strafen eines Hundes ist nur sinnvoll, wenn man ihn beim Begehen oder unmittelbar nach dem Begehen einer Missetat ertappt. Als Strafe geeignet sind ein scharfer „Anpfiff". Auf diese Weise lernt ein Hund sehr schnell, was er darf und was nicht. Schläge sind als Strafe denkbar ungeeignet.

Um einem Hund klarzumachen, was er zu tun hat, ist ein unmittelbar nach der Leistung gespendetes Lob, unter Umständen auch in Form von Leckereien, das beste Mittel.
Wer seinen Hund zehnmal vergeblich zu sich gerufen hat, muss ihn, selbst wenn das Stimmungsbarometer auf Orkan steht, intensiv loben, wenn er gütigerweise beim elften Mal tatsächlich kommt. Wer in einer solchen Situation die Selbstbeherrschung verliert und seinen Hund in dem Moment, in dem er zu ihm gekommen ist, bestraft, bewirkt damit nur, dass der Hund mit „auf Befehl zu Herrchen kommen“ Strafe verbindet. Ein solcher Hund wird seinen „Erzieher“ in vergleichbaren Situationen nur noch mit Sicherheitsabstand umkreisen.
Mit der Hand geschlagene Hunde können handscheu werden, was unter anderem das Anleinen außerordentlich erschweren kann.·Ein Westie ist auch ohne große Anleitung in der Lage, sein zu Hause und seinen zweibeinigen Rudelgefährten zu bewachen und zu verteidigen. Wer aber in eitler Freude darüber, dass er sich seinem Umfeld mit einem außergewöhnlich attraktiven Hund zeigen kann, diesen von jedermann streicheln lässt, darf sich nicht wundern, wenn sein Westie, den Wachsamkeit und ein freundlich distanziertes Selbstbewusstsein gegenüber Fremden auszeichnen, bald eine seiner schätzenswerten Gebrauchseigenschaften verliert und jedermanns Liebling wird.



Stubenreinheit

Entscheidend ist, dass man sich einige Tage Zeit nimmt, den gerade erworbenen genau zu beobachten und die zeitliche Abfolge seiner Bedürfnisse kennenlernt. Denn kleine und größere Geschäfte kommen ja nicht aus heiterem Himmel. Die Erfahrung lehrt, dass man mit folgender Faustregel in relativ kurzer Zeit sicher zum Erfolg kommt:
wer mit dem Welpen nach jedem Fressen, nach dem Schlafen, zwischendurch spätestens nach jeweils eineinhalb bis zwei Stunden und dazu abends so spät und morgens so früh wie möglich nach draußen an den Ort geht, der auf Dauer sein Löseplatz sein soll, dort genügend Geduld für den Hund aufbringt und ihn nach Erledigung seiner Geschäfte ausgiebig lobt, hat sehr bald einen stubenreinen Hund, der anzeigt, wann er muß.

 
     
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